Krimi auf meinem Nachttisch
Mads Madsen & der falsche Käpt’n Iglo: Von ahnungslosen Kommissarinnen bis zu versoffenen Kneipenmatrosen – warum diese Ostsee-Krimi-Kritik richtig Spaß macht. 🌊
Wir beginnen mit was Neuem aus der Abteilung Cozy-Crime:
Mads Madsen arbeitet in Glücksburg an der Ostsee bei Flensburg. Und wenn das kein richtig schöner Name ist für einen typischen Trauerrednerdetektiv, dann will ich Klabautermann heißen! So heißt man an der Waterkant eben. Der Tod eines aus den Augen verlorenen Jugendfreundes muss von ihm aufgeklärt werden.
Die Bösewichter sind so richtig böse: Mafia, Drogen, Krytowährungen – huhuhu – alles dabei; die ermittelnde Kommissarin ist zwar hübsch und sehr zupackend aber offenbar völlig ahnungslos.
Alles wie aus dem Krimibaukasten, aber süffig geschrieben und streckenweise recht amüsant. Am besten ist der versoffene Kneipenmatrose, der zwar aus dem Binnenland zugezogen ist, der noch nie ein Schiff betreten hat und norddeutsches Platt erst mühselig lernen mußte, den aber alle, sogar die vom Fernsehen, für Käptn Iglos unehelichen Sohn halten.

